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Das Ende der Baumchirurgie
Standortverbesserung als neue Therapie? Traurige Zukunft der Blutbuche im botanischen Garten.

 
Am 28.03.2004 fand im Botanischen Garten die öffentliche Vorführung einer Verkehrssicherung statt. Die Firma Haltern und Kaufmann, die sehr häufig im Auftrag des Grünflächenamtes für Fällungen und Pflege beauftragt wird, zeigte eindrucksvoll die Kunst der Seilschaft.

Eine große Blutbuche, die neben einem Gebäude des botanischen Gartens steht, wurde im Rahmen der Baumpatenschaft kostenlos von Totholz befreit. Die BZ vom 25.3.2004 berichtete.

 

Auffällig an diesem Baum, neben seiner stolzen Größe, ist ein großer fast kreisrunder Bereich im unteren Teil des Stammes (Pfeil). Im Bild leider teilweise verdeckt.

 
Im Gespräch mit Baumpfleger Henning Buchmann (Zweiter v.l.), der die Veranstaltung moderierte, fragte Gabriele Uhlmann, was es mit dieser Stelle auf sich hat. Es handelt sich nach seinen Angaben um einen Pilz. Auf die Frage nach der Therapie erhielt Frau Uhlmann eine ernüchternde Antwort: Nicht Baumchirurgie, die "out" sei, würde hier zum Einsatz kommen, sondern "standort-verbessernde Maßnahmen". Konkret bedeutet das, dass der Boden im Wurzelbereich des Baumes gelockert, von Versiegelung befreit und eventuell mit Bodenkulturen geimpft werden müsste.

 

 
Wie dieses Bild zeigt, befindet sich jedoch im Wurzelbereich eine Treppe, die zu dem daneben stehenden Haus führt.

Herr Buchmann bestätigte auf Nachfrage, dass hier keine standort-verbessernden Maßnahmen möglich sind. Auf die Frage, wie es mit dem Pilz dann weitergeht, folgte Achselzucken und die Feststellung, dass, wenn der Baum verkehrsgefährdend wird, gefällt werden muss. Keine gute Prognose für den Baum.

Zu Baumchirurgie und Verkehrssicherung ein Artikel des NABU-Saarland